Zwei Generationen von Wirtschaftsministern waren gestern zu Gast bei Reinhold Beckmann: Karl-Theodor zu Guttenberg (CDU) und Otto Graf Lambsdorff (FDP). Erst schmierten sich der Grandseigneur und der Newcomer ein bisschen Honig um den Bart. Doch dann gab es eine altersweise Schelte für Guttenberg.
Kurz vor Beginn der Afghanistan-Konferenz in Den Haag haben die USA eine Wende im Kampf gegen den Terrorismus eingeleitet. Sie wollen in Zukunft mehr auf Diplomatie, als auf Waffengewalt setzen, um die radikalislamischen Taliban zu stoppen. Auch die martialische Rhetorik werde verschwinden, sagte Außenministerin Clinton.
Der Streit um die Reform des deutschen Bildungssystems geht in eine neue Runde. Nachdem in den letzten Wochen die Ausbildung und der mangelnde Praxisbezug der Lehrer kritisiert worden sind, fordert ein Pädagoge jetzt die Abschaffung der Schulnoten und des Sitzenbleibens. Das soll die Chancengleichheit stärken.
Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble hat den rechtsextremistischen Verein “Heimattreue Deutsche Jugend” verboten. Das Verbot sei gegen sechs Uhr morgens zugestellt worden und sofort vollziehbar, sagte ein Sprecher des Innenministeriums. In vier Ländern laufen im Zusammenhang mit dem Verbot Durchsuchungsaktionen.
Beim Untergang zweier mit Flüchtlingen überfüllter Boote sind vor der Küste Libyens bis zu 600 Menschen ums Leben gekommen. Es werden noch weitere Opfer befürchtet, da nach Angaben von Überlebenden die Zahl der Menschen an Bord sehr hoch war. Italien verschärft jetzt die Kontrollen seiner Küsten.
Auch 20 Jahre nach dem Fall der Mauer wünscht sich jeder Zweite die angeblichen Errungenschaften aus DDR-Zeiten zurück. Fast 40 Prozent der Bürger im Osten würden sogar dem Sozialismus noch einmal eine Chance geben, wie eine Studie ergab. Der Wunsch nach “Freiheit” verliert dagegen an Bedeutung
Erika Steinbach bleibt für die Polen offenbar ein rotes Tuch. In einer Umfrage landete die Chefin des Bundes der Vertriebenen auf der Liste der furchteinflößendsten Politiker sogar vor Irans Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad. Doch sie ist nicht die einzige Deutsche auf der Liste.
Verplombte Kanaldeckel, eine weitläufig gesperrte Innenstadt und mehr als 25.000 Polizisten: In Straßburg herrscht vier Tage vor dem Nato-Gipfel der Ausnahmezustand. Es ist der größte Sicherheitsaufwand, der je für eine Veranstaltung dieser Art betrieben wurde. Erwartet werden bis zu 60.000 Demonstranten.