In gut zwei Wochen könnte in Nordkorea alles bereit sein für einen weiteren Waffentest. Eine Rakete mit mehr als 6000 Kilometer Reichweite soll von einem Testzentrum im Nordwesten des Landes gestartet werden. Die Flugbahn soll einem Bericht zufolge in Richtung der US-amerikanischen Hawaii-Inseln führen.
Es sollte die große Enthüllung werden: Das britische Unterhaus hat alle Spesenabrechnungen seiner Abgeordneten aus den letzten Jahren ins Internet gestellt. Allerdings sind die wichtigsten Passagen geschwärzt. Damit geht die peinliche Affäre weiter, und Premier Brown verliert erneut ein Kabinettsmitglied.
Laut Tagesordnung debattiert der Bundestag heute bis tief in die Nacht. Tatsächlich machen viele Abgeordnete früher Feierabend und lassen ihre Reden nur abheften. So wird auch bei einem sehr umstrittenen Gesetzesprojekt verfahren. Experten bezweifeln, dass ein Beschluss dazu verfassungsgemäß wäre.
Die Deutschen, die im Jemen verschwunden sind, sollen doch einer Entführung zum Opfer gefallen sein. Laut einem jemenitischen Zeitungsbericht wurden sie von bärtigen Männern verschleppt, möglicherweise von Wahhabiten. Währenddessen sollen sie eine Bekannte angerufen haben, die dann die Behörden informierte.
Im nordirischen Belfast sind etwa 100 Sinti und Roma Opfer brutaler Übergriffe geworden. Jetzt müssen sie in einem Tenniscenter campieren. Behörden und Politiker sind entsetzt. Nachdem der Konflikt zwischen Katholiken und Protestanten abgeflaut ist, eskaliert nun wieder die Gewalt und richtet sich gegen Immigranten.
Angesichts schlechter Umfragewerte und heftiger Flügelkämpfe melden sich die Realpolitiker in der Linkspartei zu Wort. Fast alle von ihnen stammen aus Ostdeutschland und haben ein Ziel: regieren statt debattieren. Sie stören sich am Politikstil der Westlinken um Oskar Lafontaine.
Der Europarat ist unzufrieden mit dem deutschen Innenminister, weil der keine Ex-Häftlinge aus Guantánamo aufnehmen will. Die Männer, um deren Aufnahme die USA gebeten habe, seien ungefährlich. Außerdem könne es Europas Image nützen, wenn die Ex-Insassen hier leben dürften. Wolfgang Schäuble sieht all das ganz anders.
Lange war Franz Müntefering ein authentischer, zukunftsgewandter Sozialdemokrat. Doch jetzt ist er aus dem Tritt geraten. Mit Sprüchen wie „lieber links und frei als Freiherr und rechts” poltert er gegen die Union. Seine grobe Rhetorik kommt schlecht an und wird der SPD im Wahlkampf nicht helfen.