Die drastische Preiserhöhung von 30 Prozent hat die Bionade viele Sympathien gekostet. Nun spricht der Chef des Unternehmens Klartext: Er macht den Mehrheitsgesellschafter für den Fauxpas verantwortlich – und entschuldigt sich für die “Raffgier”. Vor einem Jahr hatte das noch ganz anders geklungen.
Die deutschen Großunternehmen antworten auf die Wirtschaftskrise zunehmend mit Stellenabbau. Nach einer Berechnung der “Welt am Sonntag” haben die 30 Dax-Konzerne bislang 50.000 Jobs gestrichen, davon 30.000 in Deutschland. Arbeitsminister Olaf Scholz (SPD) glaubt trotzdem, dass die Zahl der Arbeitslosen unter einer wichtigen Marke bleiben wird.
Nach Finanzminister Steinbrück (SPD) wollen nun auch Kanzlerin Merkel (CDU) und Wirtschaftsminister zu Guttenberg (CSU) die Kreditklemme der Unternehmen mit weiteren Milliarden beseitigen. Im Mittelpunkt steht dabei die staatseigene KfW-Bankengruppe. Zudem soll es ein erweitertes Bürgschaftsprogramm geben.
Der niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) befürwortet eine Fusion der norddeutschen Landesbanken. Den Sitz eines solchen Institutes fordert er für Hannover ein – seine Landeshauptstadt. Unterdessen bringt die HSH-Nordbank-Affäre immer mehr Spitzenpolitiker in Bedrängnis.
Die Bank galt als sicherer Ort für Spargeld. Die Sorglosigkeit der Sparer ging so weit, dass Geld in ausländische Banken, in Fonds oder gar Zertifikate investiert wurde. Nach der Lehman-Pleite haben die Sparer gelernt, dass es keine Rendite ohne Risiko gibt. Und sie haben Konsequenzen gezogen.
Ein Jahr nach der spektakulären Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers kommt die ganze Wahrheit ans Licht. Laut einer aktuellen Berechnung für WELT ONLINE hat der Kollaps der Finanzwirtschaft weltweit einen Schaden von 10,5 Billionen Dollar verursacht – davon einen beträchtlichen Teil in Deutschland. Doch der Crash hat auch etwas Gutes.
Als erster großer Konzern hat die Deutsche Post gefordert, die tariflich vereinbarte Lohnerhöhung zu verschieben. Auch das Institut für Wirtschaft (IW) plädiert dafür, dass die Arbeitnehmer selbst nach dem Ende der Krise genügsam sein sollen. Die Gewerkschaften warnen indes vor Massenentlassungen – nach der Wahl.
Er kann es kaum begreifen: Profiboxer Marco Huck ist neuer Weltmeister im Cruisergewicht. Der 24-Jährige entthronte vor 8000 Zuschauern im Gerry-Weber-Stadion im westfälischen Halle WBO-Titelträger Victor Emilio Ramirez aus Argentinien mit einem einstimmigen Punktsieg über zwölf Runden.