Ein Mensch, noch ungeübt im Grillen,
muß dringend seine Hunger stillen.
Und hat zu seinem Glück gefunden
Fünf Mann vereint um Grill und Lunten.
Man sieht, daß sie die Grillkunst kennen,
Denn Kohlen und nicht Würste brennen.
Der Hungernde faßt rasch vertrauen,
Und -anstatt hungernd zuzuschauen-
Spricht einen er der fünfe an,
Ob er partizipieren kann.
Allen zugleich kommt der Gedanke:
Wir müßten noch mal flugs zur Tanke
Doch null von fünf hab’n Lust zu Laufen,
Um Bier und Würste einzukaufen.
Also faßt man den Entschluß,
Das das der Neue machen muß.
Und dem, vom Hunger angetrieben,
Ist wirklich keine Wahl geblieben.
Jedoch den fünfen dämmerts leise,
Dieser Entschluß war nicht sehr weise.
Denn nach der Rückkehr stellt sich raus,
der Tüteninhalt ist ein Graus.
Der Neue duldet kein Gemecker:
"Ich finde Tofu-Wurst echt lecker.
Auch muß ich Euch den Hinweis geben,
In Zukunft mehr gesund zu leben."
Die fünfe sind zutiefst verdrossen,
Über den neuen Grillgenossen.
Und sind sich einig in dem Urteil,
Der Bengel stiftet nichts als Unheil.
Der merkt davon jedoch recht wenig
Und hält sich für den Bratwurstkönig.
Der fünfe Unmut wird vermehrt,
Als der sich über Rauch beschwert.
Er widerspricht Naturgesetzen,
Fängt an im Kreis herumzuhetzen.
Ein jeder weiß das kann nicht glücken,
Man hat den Wind ja nie im Rücken.
Und außerdem, bei solchen Taten,
Kommt man nur selber außer Atem.
Den Fünfen ist das nicht geheuer,
Beim Flüchten fängt der Fremde Feuer.
Zum Löschen wird er kurzentschlossen,
Mit Sprudelwasser übergossen.
Der Fremde hat sich bald erholt,
Doch bleibt für immer angekohlt.
Und als Moral wär zu behalten,
Kämpf nie gegen Naturgewalten.
Dieser Themenauschnitt stammt von http://www.tratschplatz.de//index.php?page=Thread&threadID=1063
klicke hier, um zum Thema zu gelangen