Umbruch in der Wirtschaftswelt: Frauen kaufen die meisten Neuwagen und gehen in Baumärkte. Sie interessieren sich für Finanzprodukte und besuchen Sexshops. Einstige Männerdomänen sind längst gefallen. Aber: Viele Unternehmen tun sich noch schwer mit der ungewohnten Zielgruppe.
Venezuela leidet: Die Einnahmen aus dem Ölgeschäft brechen weg, Inflation breitet sich aus. Und Wirtschaftswachstum gibt es auch keines mehr. Der Präsident reagiert auf seine ganz eigene Weise. Hugo Chávez befiehlt seinen Statistikern, die Wirtschaftsdaten ein bisschen zu schönen.
Neuer Zündstoff in der Dubai-Krise: Abu Dhabi hat seinem Nachbar-Emirat zwar finanzielle Unterstützung zugesagt – die Hilfe soll aber nur von Fall zu Fall gewährt werden. Die Frage ist, ob das die Investoren beruhigt. Denn die hatten auf ein dichtes Sicherheitsnetz für die hoch verschuldeten Scheichs spekuliert.
Die drohende Kreditklemme bereitet der Bundesregierung Sorgen. Laut einem Medienbericht will sie deswegen ein milliardenschweres Hilfspaket schnüren – und damit den Banken die größten Risiken abkaufen. Es soll um zehn Milliarden Euro gehen. Die SPD hat einen anderen Vorschlag.
Der Name Nokia könnte künftig nicht mehr für Mobiltelefone, sondern für Internet-Lösungen aller Art stehen. Diese Vision jedenfalls schließt Vorstand Anssi Vanjoki nicht aus. Seine Firma sei auf Angriffe von Apple, Google oder RIM nicht gut vorbereitet gewesen. Noch allerdings sieht er bei Nokia auch Vorteile.
Bei Siemens gibt es offenbar so gut wie keine Chance mehr auf eine gütliche Einigung zwischen dem Unternehmen und Heinrich von Pierer. Laut einem Medienbericht rechnet der Aufsichtsrat damit, dass es wegen der Korruptionsaffäre zu einer Klage gegen den langjährigen Vorstandschef kommt.
Wer hätte gedacht, dass der Luftangriff auf zwei von den Taliban gekaperte Tanklastzüge Angela Merkel letztlich zur Regierungsumbildung zwingen würde? Weil die Kanzlerin die Sache zu lange unterschätzte und ihrem damaligen Verteidigungsminister Franz Josef Jung blind vertraute, erlebte die Regierung nun heiße Tage im November.
Der Deutsche Ethikrat hält Babyklappen und anonyme Geburten für schädlich und unnötig. Im Hannoveraner Friederikenstift sehen das Ärzte und Sozialarbeiterinnen ganz anders. Sie wollen das Angebot auf jeden Fall fortführen. Seit 2001 haben acht Frauen dort ihre Kinder abgelegt.