Jahrzehntelang haben Schweizer Banken mit Schwarzgeld gute Geschäfte gemacht. Auf den Druck der Europäer und der USA reagierte man in Bern nicht – die Schweiz versuchte, die internationalen Debatten zu ignorieren. Doch nun dämmert dem Land die Erkenntnis, dass sich Widerstand nicht mehr lohnt.
Die Griechen führen die EU schon lange mit falschen Wirtschaftsdaten in die Irre. Und nicht nur bei falschen Angaben zu Wachstum und Verschuldung. Es beginnt sich allerdings schon zu rächen. Die Banken wollen griechische Anleihen nicht mehr haben. Und im Ausland glaubt ihnen keiner mehr. Mit gutem Grund.
Die Inflation macht Pause: In Deutschland sind vor allem Lebensmittel billiger geworden. Zuletzt sind die Preise insgesamt nur noch um 0,4 Prozent gestiegen. Langfristig werden aber steigende Weltmarktpreise für Rohstoffe und Nahrungsmittel die Teuerung wieder antreiben.
Der Pharma- und Chemiekonzern Bayer hat wegen einer Klagewelle in den USA seine Verteidigungskosten im Jahr 2009 fast vervierfachen müssen. Die Klagen richten sich gegen mögliche Gesundheitsschäden durch die Anti-Baby-Pille Yasmin. Bayers Umsatz sinkt, und der Gewinn fällt niedriger aus als erwartet.
Der VW-Konzern meldet einen heftigen Gewinneinbruch für das Jahr 2009. Dank der Abwrackprämie und dem darauffolgenden Absatz-Rekord hält sich Volkswagen trotzdem in den schwarzen Zahlen. Wegen des geringeren Gewinns plant das Unternehmen eine niedrigere Dividende für die Aktionäre.
Der Schlichterspruch im Öffentlichen Dienst nährt die Hoffnung, dass Streiks bei Feuerwehr, Müllabfuhr und in Krankenhäusern abgewendet sind. Die Kommunen ächzen unter Schulden, jetzt kommen neue Ausgaben dazu. Schon beginnen die Gemeinden nachzurechnen, wie das finanzierbar sei.
Trotz der Rechte an der Bundesliga, trotz Champions League: Auch mit neuem Namen und einem millionenschweren Relaunch findet der notorisch angeschlagene Pay-TV-Sender nicht aus der Krise. Nun soll es der vierte neue Chef innerhalb von gut drei Jahren richten. Scheitert er, droht das Ende.
Nordrhein-Westfalen hat eine Daten-CD mit den Angaben zu deutschen Steuerflüchtlingen in der Schweiz gekauft. Die Informationen aus unklarer Quelle sind den Behörden 2,5 Millionen Euro wert. Ob der Kauf solcher Daten legal ist, prüft nun das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe.