Mrz 16

Aus dem Forenarchiv http://archiv.tratschplatz.de/archiv_bis…n_felix_band_3/ gepostet von SSD-Rudi


Zitat

Alle übersetzungen Felix Band 3

Hausaufgabe: S.12 74 L, 1-4) 23.09.2002
Lateinisch – Deutsch Übersetzung (L)

Karl war geschickt im Reden (ein geschickter Redner) und konnte auch alles wortreich ausdrücken. Denn er wandte viel Zeit für Lernen und Lesen auf. Er bemühte sich, unzufrieden mit seiner Muttersprache, sogar Fremdsprachen (fremde Sprachen) zu (er)lernen. So lernte er die lateinische Sprache, damit man sowohl lateinisch (auf Latein) betete als auch lateinische Gespräche führte.

Hausaufgabe: S.12 74 L, 5-9) 24.09.2002
Lateinisch – Deutsch Übersetzung (L)

Damit er selbst seine Kinder zum rechten Leben zu erziehen, speiste er niemals ohne jene und ließ keine Gelegenheit aus jene in den eines freien Menschen würdigen Studienfächer zu unterrichten. Karl fasste den Plan (Beschluss) den Äbten einen Brief zu schicken, weil er in vielen Schreiben, die er von den Klostern erhalten hatte, die ungebildete Sprache erkannte. Folgendes schrieb er ungefähr:

Hausaufgabe: S.12 74 L, 10-14) 25.09.2002
Lateinisch – Deutsch Übersetzung (L)

„Was die Schriftsteller fromm sagen wollen, das können sie wegen ihrer Nachlässigkeit des Lernens von Wörtern nicht ausdrücken. Deshalb fürchte ich, dass Wortfehler sogar den Geheimnissen der heiligen Bücher gefährlich werden könnten. Ihr müsst also durch das Auswählen geeigneter Lehrer die Bildung fördern. Wählt derartige Männer für diese Arbeit aus, die den Willen zu Lernen und das Verlangen andere zu unterrichten besitzen.“

Hausaufgabe: S.13 74 Ü) e) 30.09.2002
Lateinisch – Deutsch Übersetzung (Ü)

Carolus dicendi peritus est. Karl ist geschickt im Reden.

Scholas instituendo eruditionem augebat. Er förderte die Schulen, indem er Unterricht einrichtete.

Ipse etiam artem computandi discebat. Er selbst lernt auch die Rechenkunst.

Nonulli scriptores studium discendi neglexerat. Einige Schriftsteller hatten ihr Lernbemühen vernachlässigt.

Itaque Carolus ad abbates epistulam misit, ut magistros ad docendmum aptos eligerent. Deshalb schickte Karl den Äbten einen Brief, um zum Unterrichten geeignete Lehrer auszuwählen.

Hausaufgabe: S.14 75 L, 1-8) 01.10.2002
Lateinisch – Deutsch Übersetzung (L)

Pädagoge: „Ich glaube, dass du nicht höfischen Kreisen, sondern dem Schafstall entstammst, so sehr bist du von bäuerlichen Sitten. Also lasst uns anständige Sitten pflegen ! Wie oft auch immer du ein Gespräch mit irgendjemandem führst, welchem du Ehre schuldest, gehört es sich, dass du dich erhebst und auf deinem Platz stehen bleibst. Nehme deine Kopfbedeckungen ab ! Deine Miene soll weder traurig noch unverschämt sein, heiter und bescheiden ! Du sollst deine Augen zu dem hinwenden, mit dem du ein Gespräch führst ! Auch deine Kleidung und deine ganze Körpergestalt sollen edlen Anstand zeigen ! Außerdem sollst du jede dir bekannte Herrin, die du siehst, grüßen ! So wird dich jeder loben, der dich sieht.

Hausaufgabe: S.14 75 L, 9-19) 02.10.2002
Lateinisch – Deutsch Übersetzung (L)

Sage nicht absichtlich vieles und albernes, sondern antworte mit wenigen Worten und füge den Titel hinzu. Und du mögest/sollst das Knie jedes mal beugen, nachdem du geantwortet hast ! Handle nun, reiche uns als Beweis irgendetwas dieser Sache dar ! Wie oft bist du außer Hause deiner Eltern gewesen ?

Junge: „Schon ungefähr sechs Monate.“

Pädagoge: „Dann hätte es sich gehört, dass du aufpasst ! Füge hinzu: Herr !“

Junge: „Schon ungefähr sechs Monate, Herr.“

Pädagoge: „Wünscht du sie zu besuchen ?“

Junge: „Ich wünsche, Herr, wenn ihr erlaubt.“ Es hätte sich gehört, dass auch du dein Knie beugst ! Du sollst dies nicht vernachlässigen ! Aber es ist genug. Lasst uns nun den Büchern zuwenden !“

Hausaufgabe: S.14 75 Ü b,c) 07.10.2002
Lateinisch – Deutsch Übersetzung (Ü)

b)

1) Ich hätte viel erzählen können, aber ich schwieg.

2) Es hätte sich schon längst gehört, dass dieses Unrecht wortreich besprochen wird.

3) Wer jedoch diesen Spruch nicht kennt: Wenn du geschwiegen hättest, wärst du Philosoph geblieben.

c)

Jeder, der liebt, soll Einfluss haben ! Der, der umkommt weiß nicht zu lieben. Jeder, der zweimal umkommt, verbietet zu lieben !

Hausaufgabe: S.14 76 L 1-8) 14.10.2002
Lateinisch – Deutsch Übersetzung (L)

Nikolaus: Schon lange Zeit laden wohl sowohl die Gesinnung als auch das Klima zum Spielen ein.

Hieronymus: Das wird wohl niemand leugnen. Der Lehrer soll jedoch nicht einladen !

Cocles: Was sollen wir folglich machen ?

Nikolaus: Lasst uns irgendeinen Gesandten zum Lehrer schicken !

Hieronymus: Kaum jemand wird wohl erreichen, dass er uns erlaubt zu spielen. Denn eher entreißt du Keule aus Herkules Hand als von jenem die Erlaubnis zum Spielen. Auch ihm ist entgangen, dass er einst ein kleiner Junge von Schweigen gewesen war.

Hausaufgabe: S.14 76 L 9-17) 15.10.2002
Lateinisch – Deutsch Übersetzung (L)

Cocles: Lass mich trotzdem diese Gesandtschaft auf mich nehmen und Mitleid erstreben ! (Cocles geht auf den Lehrer zu.)

Cocles: Seid gegrüßt, guter Lehrer !

Pädagoge: Hinterhältige Freundlichkeit ! Was will der Nichtsnutz für sich ? Es passt, dass du an deinen Bemühungen übst.

Cocles: Deine gesamte Schülerschar bittet um die Erlaubnis zu spielen.

Pädagoge: Ihr seid immer eifrig im Spielen ! Alles was ihr sagt bezieht sich aufs Spielen.

Cocles: Morgen werden wir wieder unser Werk mit viel Mühe verrichten.

Pädagoge: Warum willst du mich täuschen ? Wer von euch wird wohl versprechen, dass dies in Zukunft sicher ist ?

Hausaufgabe: S.16 76 L 18-27) 16.10.2002
Lateinisch – Deutsch Übersetzung (L)

Cocles: Ich werde dies durch die Gefahr meines Hauptes/bei meinem Haupt versprechen.

Pädagoge: Ja sogar durch die Gefahr deines Hinterns/bei deinem Hintern ! – Die Schüler sollen also aus der Schule hinausgehen um zu spielen ! (Cocles kehrt fröhlich zurück.)

Cocles: Ich habe es erreicht, wenn auch mit Mühe ! Es hätte nicht viel gefehlt, dass mich der Lehrer geschlagen hätte.

Hieronymus: O, du schlauer Kopf ! Lasst uns dein Genie loben ! Wer hätte das zuvor geglaubt ? Aber was hast du jenem versprochen ?

Cocles: Morgen müssen wir mit größter Bemühung erfreuen. Was hätte ich anders versprechen sollen ?

Nikolaus: O, du Armer ! Ich glaube, dir ist nichts anderes in den Sinn gekommen.

Hausaufgabe: 16.10.2002
Beispielsätze

1) Caesar saepe occasionem hoimunum occidendorum omisit. è Cäsar ließ die Gelegenheit Menschen zu töten oft aus.

2) Imperii augendi causa Caesar multos homines occidere debuit. è Um das Reich zu vergrößern, musste Cäsar viele Menschen töten.

3) Caesar imperio augendo multam operam dedit. è Cäsar verwandt viel Mühe auf das Vergrößern des Reiches.

4) Ad imperium augendum Caesar multos milites e patria mistit. è Um das Reich zu vergrößern schickte Cäsar viele Soldaten aus der Heimat.

5) Imperio augendo Caesar multam potestatem peperit. è Durch die Vergrößerung des Reiches gewann Cäsar viel Macht.

6) In patria defendenda miles cecidit. è Der Soldat starb beim Verteidigen des Vaterlandes.

Hausaufgabe: S.20 77 L, 13-18) 04.11.2002
Lateinisch – Deutsch Übersetzung (L)

Pädagoge Aristides: „Ich dürfte kurz darlegen, warum Quintilianus die erziehenswerten Kinder in die Schule schicken will: Die Kinder sollen in die Schule kommen, nicht nur um ihre Kenntnis zu mehren, sondern auch um den Gemeinschaftssinn zu lernen und um Freundschaften, die sie mit anderen verbindet zu stärken ! Füge hinzu, dass die Rivalität der Schüler die Geister entzündet. Weil es für schändlich gehalten wird, wenn ein Junge von den anderen überragen wird, wird er um diese Schande zu meiden auch sein Lernbemühen mehren.

Hausaufgabe: S.20 78 L, 1-5) 13.11.2002
Lateinisch – Deutsch Übersetzung (L)

Ein Lehrer soll bereit zu lehren zunächst das Genie deren erforschen, die er übernommen hat um sie auszubilden. Er sollte sich sorgfältig mit ihm hinsetzen, auf welche Weise der Geist eines jeden einzelnen behandelt werden muss: Die einen müssen immer gemahnt werden, die anderen ärgern sich über die Befehle. Die Furcht vor dem Lehrer hält die einen zusammen und teilt die anderen voneinander. Man muss jedoch beten, dass das Lob den Jungen erregt (freut) und auch der Ruhm erfreut.

Hausaufgabe: S.20 78 L, 6-10) 18.11.2002
Lateinisch – Deutsch Übersetzung (L)

Der Lehrer selbst soll weder das übersehen, was zu verbessern war, noch soll er böswillig beim Tadeln der Aussprüche der Schüler sein ! Er soll die Äußerungen der Kinder weder unterdrücken noch zurückweisen ! Gern soll er den fragenden Kindern antworten, nicht Fragende von selbst aufrufen ! Auch muss der Lehrer beachten/ist vom Lehrer zu beachten/, dass jeden Tag andere Dinge von den Kindern erfasst werden können. Denn die Abwechslung selbst belebt sie (die Gesinnung) neu.

Hausaufgabe: S.22 78 L, 11-17) 19.11.2002
Lateinisch – Deutsch Übersetzung (L)

Die Eltern müssen freilich große Sorge aufwenden, dass ihre Kinder Lehrern übergeben werden, die zum Ausbilden geeignet sind. Denn ein Lehrer muss nicht nur das Wissen der Kinder vermehren, sondern auch die Sitten/den Charakter pflegen. In der Tat sind die Schüler zu mahnen, damit sie die Lehrer lieben und sich wünschen, dass ihnen die gleichen zu Eigen sind. Außerdem sollen sie merken, dass sie die auf Worte der Lehrenden Acht geben müssen ! Auch während ein der Abwesenheit eines Lehrers sollen sie mit großer Sorgfalt lernen ! Sie müssen ihr Gedächtnis immer trainieren (f.Ü.), damit es nicht geschwächt wird.

Hausaufgabe: S.26 79 L, 1-6) 21.11.2002
Lateinisch – Deutsch Übersetzung (L)

Schon zu alten Zeiten überlieferten mehrere Geschichtsschreiber die Taten/Leistungen der Römer. Keine waren jedoch berühmter/klarer als Gaius Julius Cäsar und Publicus Cornelius Tacitus. Bei diesen lesen wir, dass den Germanen dieselbe Pflege des Lebens zu Eigen war. Aber in vielen Dingen unterschieden sie sich von den Römern: Der größere Teil der Speise bestand aus ländlichem Obst, Milch und Fleisch. Sie ernährten sich von verschiedenem Vieh, das kleiner war als das römische Vieh. Die Männer waren oft auf der Jagd.

Hausaufgabe: S.26 79 L, 7-14) 26.11.2002
Lateinisch – Deutsch Übersetzung (L)

Aus diesem Grund wurden die Männer so ernährt, dass die Germanen kräftigere und größere Körper als die Menschen anderer Stämme besaßen. Kaum jemand zog wohl das bäuerliche Leben der Bemühung des Kriegführens vor.

Besonders die Römer, die weder Ober- noch Untergermanien gekannt hatten, wurden von großer Angst ergriffen. Denn die Gallier, die oft mit ihnen zusammengekommen/zusammengetroffen waren, rühmten, dass sie die tapfersten und tatkräftigsten Menschen im Krieg waren. Den Germanen war höchstes Lob zu Eigen, dass sie die um sich gelegenen Gebiete verwüsteten.

Hausaufgabe: S.26 79 L, 14-17) 27.11.2002
Lateinisch – Deutsch Übersetzung (L)

Ein römischer Händler, der mehrere längere Reisen in den äußersten Regionen/Gebieten Germaniens unternommen hat, Cornelius Tacitus erzählte, dass die Germanen blonde, ja sogar rötliches Haar und blaue Augen besitzen. Ja er bekräftigte sogar, dass sie meisten Mädchen schöner als die römischen seien.

Hausaufgabe: S.27 79 Ü f) 28.11.2002
Lateinisch – Deutsch Übersetzung (Ü)

Wer ist der größte ?

Der Sechste und der Fünfte führen diesen Streit:

S: Ich bin größer (maior) als du.

Q: Aber meine Schwester ist schöner (pulchroir) als deine.

S: Ich habe zwei Schwester, und alle beide sind besser (meliores).

Q: Aber ich habe mehr (plures) Brüder als du.

S: Ich weiß, dass mein Bruder mehr Einfluss (validorem) hat als alle deine Brüder.

Q: Aber dein Vater ist kleiner (minor) als meiner.

S:Ich habe jedoch die beste (optima) Mutter!

Wie ihr seht, wird dieser Streit ohne Ende sein / kein Ende nehmen.

Hausaufgabe: S.28 81 L1) 05.12.2002
Lateinisch – Deutsch Übersetzung (L)

Auf unserer Reise, die wir durch die Zeit machen, gelangen wir mit unserem Omnibus nach Mainz, der Hauptstadt Ober-Germaniens und bleiben nahe dem Forum der Stadt stehen. Wir schreiben das Jahr 110 nach Christus. Während wir zu Fuß durch die Straßen gehen hören wir den Lärm der Arbeiter, das Rufen der Verkäufer und Käufer und manchmal auf das Gebell von Hunden. Den auf dem Forum befinden sich zu der Zeit zahlreiche Bürger.

Ein gewisser Rinoldus, ein Textilverkäufer, steht an seinem Tisch/Stand, während er auf Käufer wartet. Felix, unser Weggefährte, bleibt auf der Stelle bei ihm stehen und sagt auf Lateinisch: „Sei gegrüßt, Herr ! Was handelst du ? Und was sagst du zu den Geschäften ?“ Rinoldus antwortet auf Lateinisch: „Bester ! Ich danke dir mit Worten, weil du fragst !“ Und fährt freundlich fort: „Die Geschäfte liefen niemals besser !“

Kurze Zeit später kommen wir bei ihm zusammen, begierig darauf alles zu hören. „Ich komme aus dem Stamm der Chatten“, sagt Rinoldus, „und nachdem ich zwanzig Jahre im römischen Heer Kriegsdienst geleistet habe, erhielt ich 12.000 Sesterzen. Mit dem Geld eröffnete ich wenig später diesen Stand.“ Darauf fragt Felix: „Ist der Krieg endlich zu Ende ?“ „So ist es. Die Germanen und Gallier leben nun in Frieden mit den Römern. Allen Kinder ist nun die Möglichkeit gegeben, die lateinische Sprache zu lernen. Unsere Häuser werden nach römischen Vorbildern gebaut, z.B. meins, welches mit einer Fußbodenheizung und einem kleinen Badezimmer ausgestattet ist.“

Darauf meint Felix: „Wie sind eure Gottesdienste beschaffen ?“ Jener meint: „Die Römer hindern uns auf keine Art und Weise, was Religion betrifft. Aber obwohl ich ein Germane bin, verehre ich besonders Merkur, weil er der Schutzherr der Kaufmänner ist. Ich habe dessen kleine Statue – die von außerordentlicher Schönheit ist – auf dem Altar neben den Penaten (=Hausgöttern) stehen.“

Felix fragt: „Und wo findest du den Stoff ?“ Darauf meint Rinoldus: „Die Wolle, die ich zu einem hohen Preis aus dem diesseitigen Gallien importiere, wird hier gewebt. Aber die Stoffmuster sind in Rom gemacht. Auf diese Weise kann ich den Käufern immer die neusten Sachen anbieten. Viele Römer und Germanen, sowohl Frauen als auch Männer, schätzen meine Waren hoch ein.“ Felix fragt: „Welche Dinge werden am öftesten verkauft?“ Er antwortet ihm: „Weißt du, dass viele römische Veteranen an diesem Ort germanische Jungfrauen/Mädchen kennen gelernt und geheiratet haben ? Die Römer haben sich allmählich an das Klima Germaniens, welches heilend aber kälter als das italienische ist, gewöhnt und führen nun in Ober-Germanien ein unbeschwertes Leben. Im Winter wurden wir viele Tage lang von solch kaltem Wetter heimgesucht, dass die Menschen dickere Kleider als Togen wünschten. Aus diesem Grund biete ich an meinem Stand eine große Anzahl von Mänteln mit Kapuzen an, von denen die einen mit größter Eleganz, die anderen sehr einfach gemacht sind. Möchtet ihr etwa nicht eintreten und euch umschauen ?“

Hausaufgabe: S.36 82 L) 07.01.2002
Lateinisch – Deutsch Übersetzung (L)

Cäsar ließ eine Legion in Gallien zurück, um die Küste und den Hafen zu schützen. Dort kam er zu einem zum Segeln geeignetem Zeitpunkt an und ritt mit den zurückgelassenen Truppen und der Reiterei nach Britannien. Am folgenden Tag kam Britannien ins Blickfeld der Römer. Wie Cäsar vermutet hatte, hatten die Briten die bewaffneten Truppen in der oberen Gegend nahe dem Strand aufgestellt. Als die Römer den offenen und flachen Strand fanden, landeten sie an diesem Ort. Da die Briten den Plan der Römer jedoch erkannt hatten, versuchten sie sie daran zu hindern, die Schiffe zu verlassen.

Hausaufgabe: S.32 81 L2) 20.01.2003
Lateinisch – Deutsch Übersetzung (L2)

Als ich neulich in meiner Heimat gewesen bin, kam der Sohn eines gewissen Freundes um mich zu grüßen. Ich frage diesen: „Studierst du ?“ Er antwortete: „So ist es.“ – „Wo ?“ – „In Mailand.“ – „Warum nicht hier ?“ – „Warum gehst du von zu Hause weg ?“ Und ein Vater, der selbst den Sohn herführt meint: „Weil wir hier keine Lehrer haben. Was sollte ich machen ?“ – „Weshalb keine ?“ Es ist gerecht, dass eure Kinder hier eher lernen als anderswo. Denn wo würden sie angenehmer leben als entweder in der Heimat oder sie würden besser erzogen werden als unter den Augen ihrer Eltern oder zu weniger Kosten als zu Hause ? Es ist besser das Geld zusammenzutragen, Lehrer anzuwerben und was auch immer ihr nun für weit entfernte Wohnungen und für Wegegeld aufwendet diesen Löhnen hinzuzufügen, die die Lehrer fordern !

Ich gewiss, der ich noch keine Kinder habe, bin bereit für unsere Heimat – gleichsam für Tochter oder für Mutter, den dritten Teil dessen zu geben, was ihr zusammentragt. Besprecht es also sorgfältig, was ihr euch vorgenommen habt. Ich wünsche, dass es möglichst viel ist, was ich zusammentragen muss. Nichts angeseheneres ihr mögt eure Kinder übertreffen (???), nichts dankbareres dem Vaterland (???). Welche auch immer hier geboren sind, sollen hier den Lehrern zur Erziehung übergeben werden. Sofort ab ihrem Geburtstag sollen sie nur die Heimat lieben ! Hoffentlich bringt ihr möglichst gute Lehrer herbei, damit zu den benachbarten Städten diese Studien hinübergetragen werden und bald sehr viele Kinder in unserer Stadt sich zum Lernen anstrengen.

Hausaufgabe: S.40 84 L, 1-7) 10.02.2003
Lateinisch – Deutsch Übersetzung (L)

Die römischen Anführer hatten in Britannien großen Ruhm erreicht. Sehr viele Kolonien, besonders die der Veteranen, wie z.B. London und Cholchester gründeten sie dort. Die Briten hatten diese Stadt unter der Rebellion von Boudicca angegriffen, wie wir oberhalb gezeigt haben. Viele Straßen und Kanäle gaben den Einwohnern die Möglichkeit auf Pferden oder Schiffen befördert zu werden. Außerdem hatten die Römer überall durch ihr Ausbreiten viele Orte gefunden, an denen nicht nur Eisen und Blei, sondern auch Silber und Gold vorkommt. Kaiser Hadrian glaubte, dass diese im Norden gelegenen Regionen nicht von Barbaren sicher sind. Denn jener alte Damm, der vor vielen Jahren errichtet worden war, um die Grenzen zu schützen schien nicht mehr stark genug zu sein. Deshalb ließ er die Grenzen durch eine hohe Mauer verschanzen. Durch diese Mauer und viele Posten wollte er die Barbaren am Überschreiten der Grenzen hindern.

Und so geschah es auch. Innerhalb von fünf Jahren wurde die sehr lange Mauer, die ihren Namen vom Kaiser selbst bekommt und auch „die Mauer Hadrians“ genannt wird, durch jenen Teil von Britannien gezogen.

Hausaufgabe: S.46 85 L2) 17.02.2003
Lateinisch – Deutsch Übersetzung (L2)

In Gesprächen, die einige Philosophen mit Lehrern führten, ist auch folgendes erörtert worden: Muss man immer den Eltern gehorchen? Über diese Angelegenheit überliefern Philosophen, dass es drei Sätze gibt, die zu bedenken wären. Einer dieser drei lautet: Die Kinder müssen sich an alle Dinge halten, die die Eltern befehlen. Ein anderer ist: Die Kinder müssen sich an einige Dinge halten, an einige müssen sie sich nicht halten. Der dritte lautet: Es ist keineswegs notwendig den Eltern zu folgen und zu gehorchen. Weil diese Meinung zuerst durch diesen Anblick allzu sehr schändlich ist, wollen wir über sie diskutieren: Entweder befehlen Vater und Mutter das Richtige oder das Falsche. Wenn sie das Richtige befehlen, muss man ihnen gehorchen – nicht weil sie es befehlen, sondern weil es Recht ist, dass es gemacht wird. Wenn sie das Verkehrte befehlen, muss man keineswegs gehorchen, weil es sich nicht gehört, dass Kinder das Falsche machen. Dann folgern die Philosophen (so): Man muss den Eltern niemals gehorchen.

Aber wir dürfen nicht diesen Sinnspruch tadeln, weil es Spitzfindigkeit gibt, auch jedoch nicht jenen ersten Sinnspruch. Wenn aber der Vater Verrat an der Heimat, Mord an der Mutter, wenn er einiges anderes, schändliches oder gewissensloses oder ungerechtes befehlen wird, was sollen wir dann tun ? Ich allerdings meine, dass der mittlere Sinnspruch der beste und der sicherste ist.

Hausaufgabe: S.44 85 L1, 1-15) 17.02.2003
Lateinisch – Deutsch Übersetzung (L1)

Ein gewisser Mensch hatte zwei Söhne; und der jüngere von jenen sagte zum Vater: „Vater, gib mir den Teil des Vermögens, der mir zukommt!“ Und er teilte das Vermögen für jene auf.

Und nach nicht vielen Tagen ist der jüngere Sohn in eine weit entfernte Gegend aufgebrochen; und dort verschwendete er sein Vermögen für ein luxuriöses Leben. Und nachdem alles verbraucht war, gab es in jener Gegend eine Hungersnot und er selbst begann nichts zu haben. Und er ging weg und hütete die Schweine der Bürger dieser Gegend. Und er wünschte seinen Magen von der Schote, die die Schwein aßen, zu füllen, aber niemand gab ihm jene.

Hausaufgabe: S.48 86 L) 27.02.2003
Lateinisch – Deutsch Übersetzung (L)

Kaiser Diokletian pflegte es das Vieh zu opfern und aus dessen Leber die Zukunft zu erforschen. Einst machten Christen, die an einem solchen Opfer teilnahmen, auf ihrer Stirn ein unsterbliches Kreuzzeichen. Auf diese Art und Weise schlugen sie Dämonen in die Flucht, die die Opfer gestört haben.

Obwohl die Priester sich ängstigten, opferten sie erneut, aber es erschienen keine gewöhnlichen Zeichen in den Lebern. Immer wieder zeigten die geschlachteten Opfertiere nichts, bis ein gewisser Priester argwöhnte, dass die Opfer deswegen nicht antworteten, weil gottlose Menschen an den Gottesdiensten teilnahmen.

Hausaufgabe: S.52 88 L) 11.03.2003
Lateinisch – Deutsch Übersetzung (L)

Einst hauste ein ungeheurer Drache neben einer gewissen Gemeinde, der oft das gegen ihn gerüstete Volk vertrieben hatte und durch seinen Hauch die Bürger verseuchte.

Deshalb geschah es, dass die Menschen dieser Bestie täglich einen von Schicksal bestimmten Menschen anboten. So erreichten sie es, dass sie dessen Raserei zu beruhigen.

Einst jedoch traf es sich schlecht, dass die einzige Tochter des Königs ausgelost wurde. Auf jede erdenkliche Art versuchte der König seine Tochter davor zu bewahren auf so grausamem Weg zu sterben. Das Volk fürchtete jedoch, dass alle Bürger am Atem des Drachens zugrunde gehen und dass der König es nicht zuließ seine Tochter zu retten. Voller Furcht und unter Tränen umarmte der Vater seine Tochter und rief: „Wehe mir, meine lieblichste Tochter, was soll ich nur machen ? Oh, wenn ich doch nur schon tot wäre !“ Dann verließ jene die Stadt. Sobald sie den gesegneten Gregor zufällig vorübergehen sah, fragte sie ihn, was er hat. Und jener antwortete: „Schöne Jungfrau, fliehe schnell, dass du nicht mit mir getötet wirst.“ Gregor meinte zu jener: „Fürchte dich nicht, Tochter, weil ich dir im Namen von Christus helfen werde ! Von hier werde ich nicht weggehen, solange du zu mir sagst, was ich habe.“ Und jene meinte: „Guter Soldat, es genügt, wenn ich allein zu Grunde gehe. Du tust tapfer daran mir zu helfen. Du, sehe also, dass ich nicht mit dir zu Grunde gehen werde !“

Aber sie konnte Gregor nicht davon überreden, zu fliehen.

Während sie sich unterhielten, erschien plötzlich der Drache. Gregor stieg auf der Stelle auf sein Pferd und griff den Drachen, der gegen ihn ankam, während ihn sein Kreuz schütze und unter dem Beistand Gottes, an. Es glückte, dass die Lanze die Bestie schwer verwundete und zu Boden niederwarf. Dann führte er den Drachen in die Gemeinde und sagte zu den Bürgern: „Vergesst nicht dessen Tat ! Fürchtet euch nicht !

Denn der Herr schickte mich zu euch, um euch von dem Drachen zu befreien ! Glaubt an Christus und jeder einzelne von euch wird getauft, und ich werde den Drachen töten.“

So bewegte er den König und alle Bürger dazu, dass sie getauft wurden. Den Drachen jedoch tötete der gesegnete Gregor mit dem Schwert.

Hausaufgabe: S.50 87 L) 11.03.2003
Lateinisch – Deutsch Übersetzung (L)

Ein gewisser Abt, der wie wir wissen den Wunsch nach einem unendlichem Leben überlegt hat, hatte unter anderem über die Freuden des Paradieses nachgedacht. Er verstand es nicht, wie sich die Heiligen ohne Überdruss so lange an einem Ort aufhalten konnten. Einst erschien jenem Mann, während er im Wald nahe der Abtei spazieren ging, ein wunderschöner Vogel. Durch dessen Gesang wurde er so erfreut, dass er eine Zeit lang mit ihm spielte. Abends jedoch als er zu der Pforte der Abtei zurückgekehrt war, fand er alles verändert vor: Weder den Pförtner erkannte er noch wurde er selbst von ihm erkannt. Dadurch verwirrt meinte er: „Ich fordere, dass du dem Abt die Pforte zu diesem Kloster öffnest, der wie du wissen kannst kurz zuvor in den Wald gegangen ist.“ Niemandem jedoch aus dem Kloster war er bekannt. Die Mönche wunderten sich über jene Angelegenheit, wegen deren Wahrnehmung der Abt am meisten bewegt war. Deshalb beschlossen sie ein Buch anzusehen, in dem wie sie wussten die Namen aller Äbte geschrieben stand. Und sie fanden heraus, dass 30 Jahre vergangen waren, seitdem dem Kloster jener Abt zu Eigen gewesen war. Was zeigt also der Herr mit dieser Fabel ? Tausend Jahre in der unendlichen Glückseeligkeit ohne irgendeinen Überdruss sind wie ein Tag, der vorübergeht.

Hausaufgabe: S.54 89 L) 07.04.2003
Lateinisch – Deutsch Übersetzung (L)

Gesegneter Petrus, Anführer der Aposteln, leihe mir dein Ohr, ich beachte dich, dem du immer geholfen hast und aus der Hand deren, die mich hassten, befreit hast ! Du bist für mich ein Zeuge, dass sie mich gegen meinen Willen zur Leitung deiner heiligen römischen Kirche herziehen. Denn ich habe weder deinen Platz für den Ruhm der Welt an mich gerissen noch mich gefreut, dass ich deinen Sitz bestiegen habe. Deshalb gehorcht mir das christliche Volk aus deiner Beliebtheit heraus, nicht aus meinen Werken. Mir ist von Gott die Möglichkeit gegeben wurden mich mit Himmel und Erde zu binden und zu lösen. Im Vertrauen auf deine Gunst mach ich alles durch deine Macht und deinen Einfluss. Deshalb habe ich König Heinrich, der sich in unerhörter Überheblichkeit gegen deine Kirche erhoben hat, die Leitung des gesamten deutschen Reichs und Italiens abgesprochen. Ich habe alle Christen von der Fessel des Schwures, den sie geleistet haben, losgelöst. Außerdem untersage ich, dass sich jemand einem wie dem König dient.

Würde ist jedoch, dass der, der es gewagt hat die Ehre deiner Kirche zu vermindern, selbst seine Ehre verlieren soll. Und weil er nicht gehorchen und wollte und nicht zu Gott zurückgekehrt ist, den er mit Verachtung unter meiner Aufsicht verlassen hat, binde ich ihn durch die Fessel des Kirchenbanns.

Hausaufgabe: S.63 91 Ü) c) 05.05.2003
Lateinisch – Deutsch Übersetzung (Ü)

1) Seneca schien dazu geeignet, Nero zu erziehen. (konsekutiv)

2) Die Briefe des Philosophen Senecas sind es wert in jedem Alter gelesen zu werden. (konsekutiv)

3) Da der König es wünschte, die Zukunft zu erforschen, opferte er. (kausal/final)

4) Dann schickte er Legionen, um die Festung der Feinde zu bestürmen. (final)

5) Die Gesandten der Feinde kamen, um um Frieden zu bitten. (final)

6) Einige Römer kauften sich griechische Sklaven, die ihre Söhne unterrichten sollten. (final/konsekutiv)

7) Griechische Philosophen meinten: „Der Mensch besitzt die Vernunft, durch welche die Lüste gelenkt werden sollen.“ (konsekutiv)

8) Da Cato die Griechen hasste, mahnte er seinen Sohn nicht den Ärzten der Griechen zu vertrauen. (kausal)

Hausaufgabe: S.62 91 L) 06.05.2003
Lateinisch – Deutsch Übersetzung (L)

Ich meine mit gutem Charakter, dass nichts so gefährlich ist, wie in irgendeinem Schauspiel zu sitzen. Denn dann schleichen sich durch das Vergnügen Fehler ein. Ich spüre, dass auch ich mich von den grausameren und unmenschlicheren Spielen nach Hause zurückziehe. Neulich bin ich in die Mittagsvorstellung hineingeraten, während ich die unterhaltsamen Spiele erwartete, die meine Augen erfreuen sollten. Aber mit dem Schwert und Feuer wurde gekämpft; der Ausgang der Kämpfe war immer der Tod. Die Gladiatoren hatten nichts, um sich zu schützen. Sie nahmen nackt mit ihren gesamten Körpern gegenseitige Hiebe auf. So zogen die meisten freilich andere Kämpfe vor, soweit ich weiß. Am morgen folglich warfen sie die Menschen den Löwen und Bären (zum Fraß) vor und am Mittag den Zuschauern.

Viele treffen in der Arena zusammen um entweder Diebstahl zu begehen oder Menschen zu töten. Weil sie Verbrechen begehen, sind sie es wert, dass sie aufgehängt werden. Was also ? Sie töteten, jene verdienten, damit sie es zuließen. Aber was für einen Grund gibt es, dass du Armer diesem zuschaust ? TÖTE !Weshalb läuft er so ängstlich in das Schwert hinein ? Warum stirbst du so ungern ?

Aus diesem Gespräch kann man erfahren, dass man eine Menschenmenge vermeiden soll. Denn es fehlt auch nicht an Leuten, die schlechte Beispiele geben und ihre Fehler uns überliefern.

Hausaufgabe: S.64 92 L, 1-7) 13.05.2003
Lateinisch – Deutsch Übersetzung (L)

Der Dichter Ovid lobt die Stadt Rom, weil man dort viele und schöne Mädchen finden könne. Auch den jungen Männern zeigt er, dass sie an diesen Orten vornehmlich Jungfrauen finden. Während du sicherlich in den Theatern nach einem Mädchen suchst, mit der du flirten kannst, willst du es lieben und festhalten. Denn so wie die Bienen, nachdem sie die duftenden Wiesen erreicht haben, durch die Blumen eilen, so eilen die sehr geschmückten Mädchen in die viel besuchten Spiele. Sie kommen um die Spiele zu betrachten. Und sie kommen auch, um auch selbst betrachtet zu werden.

Hausaufgabe: S.64 92 L, 8-16) 14.05.2003
Lateinisch – Deutsch Übersetzung (L)

Auch der Zirkus gewährt der Liebe durch neues viel Angenehmes. Dort benötigt man nichts außer den Fingern, durch die du heimlich mit dem Mädchen reden kannst. Denn ganz nahe bei deiner Dame – wobei nichts davon abhält – kannst du dich hinsetzen und ein Gespräch anfangen. Und es ist nicht schwer zu verstehen, dass das Mädchen etwa mit dir flirten will. Zuerst sollst du dich eifrig bemüht erkundigen, welche Pferde auf der Rennbahn sind und für welches jene schwärmt. Außerdem sollst du für die klatschen, für die jene klatscht ! Und du weißt, dass es viele Sachen gibt, durch die du irgendeinen Dienst leisten kannst.

Hausaufgabe: S.65 92 Ü e) 27.05.2003
Lateinisch – Deutsch Übersetzung (Ü)

Eines Tages, als die Schüler anwesend waren, glaubte ich, dass die zu tadeln sind, die vom Wahnsinn der Spiele ergriffen worden waren. Alypius dankte mir sehr, weil ich auch ihn ermahnt hatte. Außerdem geschah es, dass jener, der sich vehement widersetze, von seinen Freunden in ein Amphitheater gezogen wurde. Dort bekräftigte Alypius, dass er nur abwesend da war, weil sich sein Herz nicht einem solchen Schauspiel zuwenden konnte.

Hausaufgabe: S.68 93 L) 01.06.2003
Lateinisch – Deutsch Übersetzung (L)

Raphael wollte weder dem König noch einem gewissen Anführer zu Hilfe kommen, weil er nicht begierig nach Macht war.

Ihm warf Morus vor, dass er einem solchen Plan nicht beistimme. Denn wisse er nicht, dass dieser schlauer über die Verwaltung des Staates reden könne als die meisten, die in der Versammlung des Königs anwesend sind ?

Raphael antwortete, dass Morus sich heftig irre.

Hausaufgabe: S.68 93 L) 02.06.2003
Lateinisch – Deutsch Übersetzung (L)

Er sei keinem Fürst in irgendeiner Sache von Nutzen, weil die Fürsten öfter von militärischen Bemühungen beschäftigt werden als vom Fassen von Friedensplänen. Er sei auch weder begierig darauf Krieg zu führen noch würde er vom Ehrgeiz geführt. Und er fuhr fort: Da dies so wäre, hätte Plato, jener sehr gebildete Philosoph, eine gewisse Fabel dargelegt, warum viele weise Männer sich vom Einschlagen der politischen Laufbahn fernhalten.

Hausaufgabe: S.68 93 L) 03.06.2003
Lateinisch – Deutsch Übersetzung (L)

Dann erklärt Raphael: „Weise Leute versuchen die Menschen dazu zu überreden, dass sie sich schnell aus dem Regen zurückziehen und die Dächer auf sich nehmen / unter den Dächern Unterschlupf suchen, weil das Volk auf den Straßen sieht, dass sie unablässig von Regengüssen überschüttet werden. Aber sie gebrauchen die Worte vergeblich. Deshalb wollen sie nicht selbst in der Öffentlichkeit auftreten, weil sie wissen, dass sie in Zukunft nichts sein werden, wenn sie hinausgehen. Sie wollen nicht, dass eine mit jenen nass wird. Da sie ja fremde Dummheit nicht gänzlich heilen können und sie selbst gewiss wollen im Trockenen und Sicheren sein.“

Hausaufgabe: S.69 93 Ü d) 04.06.2003
Lateinisch – Deutsch Übersetzung (Ü)

Der Feldherr tadelt die Soldaten: Er wundere sich, weil sie seine Befehle vernachlässigen. Jene sollen ihm vertrauen und lieber seiner Meinung folgen. Sie haben sich gewiss selbst überzeugt, dass sie für seine Pläne ihre Angst schlagen/besiegen.

Hausaufgabe: S.70 94 L, 6-11) 23.06.2003
Lateinisch – Deutsch Übersetzung (L)

Denn er schätze, dass das öffentliche Wohlergehen durchgesetzt werden könne, wenn nach Aufhebung des Eigentums die Bürger in größter Gleichheit lebten. Und Raphael fügte hinzu: Denn allein die Bürgerschaft, in der sich alle mit größter Bemühung den öffentlichen Geschäften widmeten, werde zu Recht und verdientermaßen Staat genannt. Dann unterbrach Morus, weil er von jenen Worten heftig bewegt worden war, leise und freundlich:

Hausaufgabe: S.70 94 L, 14-18) 24.06.2003
Lateinisch – Deutsch Übersetzung (L)

Sei folglich dieses gemeinsame Leben ohne irgendwelche Geldgeschäfte etwa nicht im höchsten Grade absurd ? Warum werden jede Berühmtheit, Pracht, Glanz, Erhabenheit, die wahre Schmuckstücke der Bürgerschaft seien,

umgestürzt ? Er gestehe, dass es im Staat der Utopier einige Dinge gäbe, die in unseren Bürgerschaften fehlen. Trotzdem würde man nicht allem zustimmen, was gesagt worden sei.

Hausaufgabe: S.71 94 Ü d) 06.07.2003
Lateinisch – Deutsch Übersetzung (Ü)

Die Legaten und Tribune der Soldaten liefen zusammen. Er solle nicht zögern eine Schlacht zu begehen. Die Herzen aller Soldaten seien bereit zu kämpfen. Cäsar jedoch war in der Hoffnung gekommen, dass er die Sache ohne einen Kampf beenden könne. Warum würde er die anderen der Seinigen verlassen ? Warum ließe er es zu, dass seine tapferen und frommen Soldaten verletzt würden ? Warum fordere er das Glück heraus, zumal dem es nichts weniger gäbe als einen Feldherren mit einem Rat zu überragen als mit dem Schwert.


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Mrz 16

hi,
Kap: 74


Zitat

C. war im Reden geschickt und konnte alles wortreich ausdruecken; denn er wendete viel Zeit zum Lernen und Lesen auf. Und nicht zufrieden mit seiner Muttersprache bemuehte er sich auch Fremdsprachen zu lernen; er lernte die lateinische Sprache so, um sowohl lateinisch zu beten, als auch lateinische Gespraeche zu fuehren.

Um selbst seine Kinder zum rechten Leben zu erziehen, ass er niemals ohne sie und liess keine Gelegenheit aus ihnen die eines freien Menschen wuerdigen Studienfaecher zu lernen.

C. fasste den Plan einen Brief an die Aebte zu schicken, weil er in vielen Schriften, die er von den Kloestern erhalten hatte, ungebildete Sprache erkannte; er schrieb etwa folgendes:

Was die frommen Schriftsteller sagen wollen, das koennen sie nicht in Worte fassen, wegen ihrer Nachlaessigkeit beim Lernen. Deshalb fuerchte ich, dass Fehler bei den Woertern auch fuer die Geheimnisse der goettlichen Buecher gefaehrlich werden; ihr also muesst durch die Auswahl geeigneter Lehrer die Bildung foerdern. Waehlt dafuer solche Maenner aus, die sowohl den Willen zum Lernen, als auch den Wunsch andere auszubilden haben.

Kap 75:


Zitat

Paedagogus: "Ich glaube, dass du nicht bei Hof, sondern im Schafstall geboren bist, so baeuerliche Sitten hast du. Lasst uns also die guten Sitten pflegen. Wann auch immer du dich mit einem anderen unterhaeltst, dem du Ehre schuldest, musst du aufstehen und auf deinem Platz stehen bleiben! Du sollst deine Muetze abnehmen! Das Gesicht soll weder traurig noch frech, sondern heiter und zurueckhaltend sein. Richte deine AUgen auf den, mit dem du sprichst. Und das ganze Aussehen des Koerpers soll Bescheidenheit zeigen. Ausserdem sollst du jede dir bekannte Herrin gruessen, wann immer du sie siehst. So wird dich jeder, der dich sieht, loben. Sage nicht von dir aus vieles und unpassendes, sondern antworte mit wenigen Worten und fuege den Titel hinzu. Und beuge das Knie wenn du geantwortet hast. Nun gib einen Beweis dieser Sache. Wie lange bist du dem Haus deiner Eltern fern gewesen?
Puer: "Schon etwa 6 Monate."
Paedagogus: "Es haette sich gehoert, dass du aufpasst. Fuege ‘Mein Herr’ hinzu!"
Puer: "Schon etwa 6 Monate, mein Herr."
Paedagogus: "Wuenschst du sie zu besuchen?"
Puer: "Ich wuensche es Herr, mit Eurer Erlaubnis."
Puer: "Du solltest auch das Knie beugen. Vernachlaessige dies nicht. Aber es ist genug. Wir wollen jetzt zu den Buecher gehen."

Kap: 76


Zitat

Nicolaus: "Schon lange laden sowohl Herz, als auch das Klima/Wetter zum spielen ein."
Hieronymus: "Das leugnet wohl niemand; aber der Lehrer laed nicht ein."
Cocles: "Was sollen wir also amchen?"
Nicolaus: "Wir wollen irgendeinen Boten zum Lehrer schicken!"
Hieronymus: "Kaum jemand setzt wohl durch, dass er uns das Spielen erlaubt; denn eher entreisst du die Keule aus der Hand des H. als von ihm die Erlaubnis zu spielen zu bekommen. Er uebergeht es mit Stillschweigen, dass auch er einst ein Junge gewesen ist."
Cocles: "Trotzdem werde ich diese Gesandschaft uebernehmen und um Erlaubnis bitten."

C. geht zum Lehrer.

Cocles: "Sei gegruesst, bester Lehrer!"
Paedagogus: "Hinterhaeltige Freundlichkeit! Was will dieser Nichtsnutz (fuer sich)? Es gehoert sich, dass du fleissig lernst!"
Cocles: "Die ganze Schar deiner Schueler bittet heute um die Erlaubnis zu spielen."
Paedagogus: "Ihr seid immer begierig aufs Spielen! Was auch immer ihr sagt, bezieht sich auf Spiele."
Cocles: "Morgen werden wir uns wieder beim Lernen Muehe geben."
Paedagogus: "Warum willst du mich taeuschen? Wer von euch verspricht denn, dass dieses bestimmt so sein wird?"
Cocles: "Ich werde dies versprechen, bei Gefahr fuer mein Haupt/Leben."
Paedagogus: "Aber sollen die Schueler aus der Schule gehen um zu spielen?"

C. geht froehlich zurueck.

Cocles: "Ich habe es, wenn auch mit Muehe, erreicht! Es haette nicht viel gefehlt, und der Lehrer haette mich geschlagen."
Hieronymus: "Oh du kluger Kopf! Lasst uns deine Begabung preisen! Wer haette vorher daran geglaubt? Aber was hast du ihm versprochen?"
Cocles: "Morgen muessen wir den Lehrer mit hoechsten Bemuehen erfreuen. Was sonst haette ich ihm versprechen sollen?"
Hieronymus: "Oh Elend/du Elender! Ich glaube, dass dir nichts anderes in den Sinn gekommen ist."

kap 77:


Zitat

Der Lehrer A.: Ich meine das selbe, was Q. in seinem Buch dargelegt hat. Im Kindesalter erinnern sich die Menschen an das Meiste. Deshalb muessen die Kinder zur Schule geschickt werden, wenn sie ernshaft zz Lernen anfangen; deshalb sollen sie zu einem von den Lehrern hingehen, die sich auf dem Forum um die Kindererziehung bemuehen.

Der Senator M.C.: Ich jedenfalls stimme dieser Ueberlegung nicht zu und will, dass die Kinder zu Hause unterrichtet werden. Denn der Lehrer kann bei der Belehrung mehrerer Schueler nicht genug fuer jeden einzelnen Sorgen. Ausserdem fuerchte ich, dass der Charakter/die Sitten der Kinder durch das Annehmen von Fehlern verdorben wird.

Der Redner Q.C.: Aber wir wissen, dass die Sitten zu Hause verdorben werden, wenn die Eltern nicht fuer die guten Sitten sorgen. Manchmal schadet auch jener Hauslehrer den Kindern, durch das Zeigen von schlechten Beispielen; und die Schandtaten schlechter Sklaven nuetzen den Kindern nicht.

Der Lehrer A.: Ich will kurz erklaeren, warum Q. will, dass die Kinder in die Schule geschickt werden: Die Kinder sollen nicht nur in die Schule kommen, um ihr Wissen zu vermehren, sondern auch um Gemeinschaftssinn zu lernen und um feste Freundschaften zu schliessen. Ich fuege hinzu, dass der Wetteifer der Schueler den Geist erregt. Weil es ein Junge fuer haesslich haelt von einem anderen uebertroffen zu werden, wird er um diese Schande zu vermeiden auch seinen Eifer zu lernen vergroessern.

Kap: 78


Zitat

Ein im Lehren geschickter Lehrer sollte zuerst deren Begabung erforschen, die er zur Erziehung uebernommen hatte. Er sollte sich sorgfaeltig ueberlegen, auf welche Weise der Geist jedes einzelnen behandelt werden muss: Die einen muessen immer ermahnt werden, die anderen aergern sich ueber Befehle; die Angst vor dem Lehrer haelt die einen zusammen und zerbricht die anderen. Man muss aber wuenschen, dass Lob ein Kind anregt und dass Ruhm ihm hilft.

Der Lehrer selbst sollte weder die Sachen uebersehen, die man verbessern muss, noch boeswillig sein beim tadeln der Aussagen der Schueler. Er soll die Meinungen der Schueler weder unterdruecken, noch sie zurueckweisen. Er soll den Kindern, die Fragen stellen, gerne antworten; die, die nicht fragen, soll er von selbst aufrufen! Der Lehrer muss auch darauf sehen, dass am gleichen Tag verschiedene Dinge von den Jungen aufgenommen werden koennen; denn die Abwechslung selbst/als solche stellt die Geister wieder her.

Grosse Sorgfalt muss freilich von den Eltern darauf verwendet werden, dass die Jungen einem geeigneten Lehrer zum unterrichten gegeben werden; denn nicht nur das Wissen der Kinder muss von den Lehrern vermehrt werden, sondern muessen auch die Sitten gepflegt werden.

Die Schueler aber muessen gemahnt werden, die Lehrer zu lieben, und dass sie wuenschen ihnen zu gleichen. Ausserdem solle sie erkennen, dass sie die Aussprueche der Lehrenden beachten muessen. Auch in Abwesenheit des Lehrers sollen sie mit grosser Sorgfalt lernen. Denn sie muessen immer ihr Gedaechtnis uebern, damit sie nichts vergessen.

kap: 79


Zitat

Schon zu alten Zeiten ueberlieferten ziehmlich viele Geschichtsschreiber die Taten der Roemer. Keine aber waren beruehmter als G.I.C. und P.C.T. Bei ihnen lesen wir, dass die meisten Germanen die gleiche Lebensweise hatten. Durch viele Dinge aber waren sie den Roemern unaehnlich. Der groessere Teil ihrer Speise bestand aus Feldfruechten, Milch und Fleisch; sie zogen verscheidene Viehsorten auf, die kleiner waren als die roemischen Viecher. Die Maenner waren oft auf der Jagd. Aus diesem Grund/Deshalb wurden die SAtreitkraefte so gefoerdert, dass die Germanen staerkere und groessere Koerper hatten, als Menschen anderer Nationen. Kaum jemand zog dem laendlichen Leben, dem Eifer Krieg zu fuehren vor.

Besonders die Roemer, die weder das untere, noch das obere Germanien kannten, wurden von sehr grosser Furcht vor den Germanen ergriffen; denn die Gallier, die oft mit diesen zusammengekommen waren, ruehmten, dass diese Menschen sehr mutig und auch in Kriegen sehr tatkraeftig waren. Fuer die Germanen war es das groesste Lob, das Gebiet um sich herum zu verwuesten. Der roemische Kaufmann, der ziehmlich viele und ziehmlich lange Reisen in die aeussersten Gebiete Germaniens gemacht hatte, erzaehlte C.T., dass die Germanen gelbes oder rotes Haar und blaue Augen haben. ja sogar behauptete er, dass die meisten Maedchen schoener sind als die Roemerinnen.

kap: 80


Zitat

Weil die Germanen Regionen bewohnten, die nach Norden schauen, bedeckten sie sich mit Gewaendern, die fuer sehr kalte Gegenden bestens geeignet sind. Das fuer alle gemeinsame Gewand war der Mantel, fuer die Reichen besser, fuer die Aermeren schlechter. Deshalb ist es ncht verwunderlich, dass die Reichen besser vor der Kaelte geschuetzt waren, als die Armen. Die, die in weiter entfernten Gebieten (d.h. jenseits des Rheins oder der Donau) wohnten, waren auch mit Fellen wilder Tiere bekleidet. Dies war fuer sie im hoeheren Grade notwendig, als fuer die anderen, die die diesseitigen Gegenden bewohnten.

Die Frauen und MAenner hatten das gleiche Aussehen; die Frauen aber wurden ziehmlich oft verhuellt mit Maenteln aus Leinen, deren aeussere Teile mit Purpur verziehrt werden.

In einem bestimmten Buch, welches von den Sitten der Germanen handelt, berichtet C.T., dass Toechter und Soehne der Niedrigsten mit den Edelsten unter dem gleichen Vieh und auf dem gleichen Boden gespielt haben, solange bis das Alter die Edlen von den Sklaven und die hoeher gestellten von den Niederen trennte. Die Zahl der Kinder zu begrenzen, wurde wohl fuer die groesste Schandtat gehalten. Je groesser die ANzahl der Verwandten, desto angenehmer war das hohe Alter.


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Mrz 16

:sos: kann miur jemand die lösungen von lektion 78 geben?? bittttttteee-danke im voraus :sos:


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Mrz 11

Hey,
war dieses Wochenende im Kino:
Der Rosarote Panther. Einfach nur zu geil, wie selten blöd und gleichzeitig genial das ist:

Meine Bewertung sind 4,5 Sterne von 5.

Anschauen lohnt sich!


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Mrz 11
Mobilfunkkunden in Irland müssen künftig für jede gesendete Kurzmitteilung einen Cent an den Staat zahlen. 90 Millionen Euro will die Regierung so jährlich einnehmen. Derzeit wird noch darüber entschieden, wie man mit Kunden umgeht, die eine SMS-Flatrate besitzen. Der irische Mobilfunkverband sieht jedoch keine Logik hinter dieser SMS-Steuer, da der Steuerzahler schon 21,5 Prozent Mehrwertsteuer auf die Mobilfunkdienste zahlen müsse.

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Mrz 11

Blutiger Amoklauf in einer Realschule im baden-württembergischen Winnenden. Einem Polizeisprecher zufolge hat in dem Ort, in der Nähe von Stuttgart, ein schwarz gekleideter Mann um sich geschossen und mindestens zehn Menschen getötet. Der Täter ist auf der Flucht.

In einer Realschule im baden-württembergischen Winnenden bei Stuttgart hat es einen blutigen Amoklauf gegeben. Nach Angaben eines Polizeisprechers wurden dabei mindestens zehn Menschen getötet, mehrere Personen seien zum Teil schwer verletzt worden. Der mutmaßliche Täter sei in die Innenstadt geflohen.

Die Polizei fahndet mit einem Großaufgebot nach dem Täter. Die Schule und Teile der Innenstadt sind abgesperrt. Auch die drei weiteren Schulen in Winnenden sind abgeriegelt. Die Polizei rief die Schüler auf, das Gebäude nicht zu verlassen. Autofahrer wurden aufgefordert, keine Anhalter mitzunehmen.
Nach Aussage des leitenden Nortarztes wurden in zwei Klassenräumen jeweils vier Tote gefunden. Zwei weitere Opfer hätten außerhalb des Gebäudes gelegen, sagte der Arzt stern.de. Baden-Württembergs Polizeipräsident Erwin Hetger sprach von einem "Amoklauf in Reinkultur".

Der Vorfall ereignete sich dem Polizeisprecher zufolge in der Albertville-Realschule, die zusammen mit einem Gymnasium in einem Schulzentrum mit insgesamt 1.000 Schülern untergebracht ist. Der mit einem schwarzen Tarnanzug bekleidete Mann habe gegen 9.30 Uhr die Schule betreten und mit einer scharfen Waffe um sich geschossen. Er soll 17 Jahre alt und ein ehemaliger Schüler der Realschule sein.


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Mrz 10

Wie denkt ihr über dieses urteil?
an sich ist es ja sogar irgendwie gerecht?!?


Zitat

Iranische Richter sprachen Ameneh Bahrami (30) nun offiziell das Recht auf Vergeltung zu: Das blinde Säure-Opfer darf dem Mann, der sie aus Rache mit Säure überschüttete, mit 20 Tropfen Säure die Augen verätzen.

Doch wie kam zu diesem Urteil? Die Vorgeschichte beginnt im Jahr 2004, als Ameneh Bahrami den Heiratsantrag eines Mitstudenten ablehnt. Der Mann konnte mit dieser Abfuhr nicht leben und rächte sich an der jungen Frau. Er kippte Säure über Amenehs Gesicht und entstellte sie damit. Außerdem ist die Iranerin seither auf beiden Augen blind. Doch sie gab nicht auf und kämpfte dafür, dass der Täter für seine Tat bestraft wird. "Ich möchte, dass alle wissen, dass man so etwas nicht tun darf", sagte sie.
Nach der Tat lebte sie ein halbes Jahr in Spanien, ließ sich dort behandeln. Insgesamt wurde sie sechzehn Mal operiert. Von dort aus nahm sie am Prozess teil, der nach islamischem Recht ausgetragen wurde. Das besagt, dass man nach dem Prinzip "Auge um Auge" Vergeltung üben kann.
Die Richter entschieden im Sinn von Ameneh. Auch dem Täter sollte sein Augenlicht genommen werden. Da Frauen im Iran jedoch nur halb so viel wert sind, lautete das erste Urteil, dass lediglich ein Auge verätzt wird.
Ameneh ging in Berufung. Im zweiten Urteil wurde festgehalten, dass sie in das zweite Augen Säure tropfen darf, wenn sie 20.000 Euro bezahlt. In dieser Instanz wurden ihr auch 40.000 Euro Schmerzensgeld zugesprochen. Ameneh ließ sich nur die Hälfte auszahlen und erkaufte sich dafür das Recht, auch das zweite Auge ihres Peinigers zu verätzen.
"Weil ich blind bin, kann ich das Urteil nicht selbst vollstrecken", sagte Ameneh nach dem Urteil. "Aber im Iran gibt es viele, die das freiwillig für mich tun wollen." Derzeit wartet die 30-Jährige auf das Schreiben des Gerichts, in dem Ort und Datum der Vollstreckung bekannt gegeben werden.

Anzeige Der Prozess ging durch mehrere Instanzen, bevor das jetzige Urteil feststand.


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Mrz 10
Die Computerzeitschrift "PCWelt" erhielt vom deutschen Presserat eine Rüge, da der Artikel "Die 15 illegalsten Hacker-Tools" gegen den Pressekodex verstoße. Die Rüge muss im nächsten Magazin veröffentlicht werden. Laut des Beschwerdeausschusses, der über die Rüge entschieden hat, habe der Bericht dem Ansehen der Presse geschadet. Das Magazin habe den genauen Gebrauch von illegaler Software erklärt. Zudem hat der Ausschuss fünf anderen Magazinen ebenfalls Rügen ausgesprochen.

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