Die Kirche in Irland sieht sich schweren Missbrauchsvorwürfen ausgesetzt. Eine Untersuchungskommission kommt in ihrem Bericht zu dem Schluss, dass physische und emotionale Misshandlungen in katholischen Institutionen über Jahre an der Tagesordnung gewesen sind. Besonders Jungen wurden dabei missbraucht.
US-Präsident Barack Obama hat bei seinem Versprechen zur raschen Schließung des Gefangenlagers Guantánamo auf Kuba einen Rückschlag erlitten. Der Senat verweigerte mit überwältigender Mehrheit 80 Millionen Dollar, die Obama für die im Januar 2010 geplante Schließung des weltweit kritisierten Lagers beantragt hatte.
Nach Diskussionen über einen Einwanderungstopp für EU-Bürger will die Schweiz Grenzen und Arbeitsmarkt nun doch nicht reglementieren. Angesichts steigender Arbeitslosenzahlen hatte die Regierung überlegt, die Arbeitsbewilligungen wieder zu begrenzen. Nun kommt sie Unternehmern vor Ort und der EU entgegen.
Eine Reichweite von 2000 Kilometern soll die Rakete “Sedschil-2″ haben, die der Iran jetzt getestet hat. International dürfte sich dadurch die Sorge um die Militärstrategie des Landes vergrößern. Wissenschaftler warnen: Sollte der Iran mit Mittelstreckenraketen angreifen, böte der geplante US-Raketenschild keinen Schutz.
Mitte Juni wählt der Iran einen neuen Präsidenten. Die besten Aussichten hat Amtsinhaber Mahmud Ahmadinedschad. Drei Männer wollen ihm Konkurrenz machen: ein Ex-Ministerpräsident, ein Religionsgelehrter und ein von Interpol gesuchter ehemaliger Chef der Revolutionsgarden. WELT ONLINE stellt die Kandidaten vor.
Im Osten Afghanistans hat die US-Armee bei getöteten Taliban-Kämpfern Munition aus amerikanischen Beständen gefunden. Obwohl nur eine relativ kleine Zahl von Patronen sichergestellt wurde, ist die Militärführung alarmiert. Schließlich ist es nicht das erste Mal, dass ihr Material in die Hände ihrer Feinde geriet.
Offenbar als Reaktion auf internationale Kritik haben Birmas Militär-Behörden Journalisten und Diplomaten zum Prozess gegen Aung San Suu Kyi zugelassen. Der Friedensnobelpreisträgerin wird vorgeworfen, gegen Auflagen ihres Hausarrests verstoßen zu haben, der Ende Mai abgelaufen wäre. Jetzt drohen fünf Jahre Haft.
Forderungen der Ärztelobby nach einer Rangfolge für Therapien wegen der knappen Finanzen im Gesundheitswesen stoßen in Politik und Wirtschaft sowie bei den Krankenkassen auf entschiedene Ablehnung. Eine solche Prioritätenliste sei “ziemlich menschenverachtend”, sagte Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt.